Kapuziner

Merkmale

Die Kapuziner sind ein Zweig des Franziskusordens. Ihr Gewand (Habit) besteht aus einer braunen Kutte mit Kapuze sowie einem weissen Gurt (Kordel) mit drei Knoten, die für die drei Gelübde Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam stehen. Der Name der Kapuziner leitet sich von der spitzen Kapuze des Habits ab.

Grundsätzlich gelten dieselben Merkmale bei den Kapuzinern wie im ganzen Franziskusorden. Zu betonen ist im Fall der Kapuziner die Nähe zum einfachen Volk und zu den Armen. Sie zeigen ein aktives Engagement in der Randgruppen- und Krankenseelsorge. Zudem treten sie bis heute in vielen Pfarreien als Aushilfspriester in Erscheinung. Einen weiteren Schwerpunkt haben die Schweizer Kapuziner auf die Mission gelegt.

Geschichte

Der Franziskusorden wurde im frühen 13. Jahrhundert durch Franziskus von Assisi gegründet. Im 16. Jahrhundert kam es zu einer Reformbewegung in den franziskanischen Ordensgemeinschaften, aus der in den 1520er Jahren der Kapuzinerorden entstand. Schnell wuchs die Ordensgemeinschaft und gründete 1581 in Altdorf UR das erste Schweizer Kloster nördlich der Alpen. Von Altdorf aus wurden zahlreiche Kapuzinerklöster in der ganzen Schweiz gegründet.

Im heutigen Kanton Aargau wurden in Baden (1588), Rheinfelden (1596), Bremgarten (1617) und Laufenburg (1650) Kapuzinerniederlassungen gegründet, die alle im 19. Jahrhundert aufgehoben wurden. Neuere und zugleich kurzlebige Gründungen Mitte des 20. Jahrhundert waren die Hospize Ennetbaden (1949–1977) und Emaus bei Bremgarten in der Gemeinde Zufikon (1955–2016).

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