Clara-Schwestern Erlinsbach
Heutige Nutzung
Seit 2011 leben die Clara-Schwestern der Heiligen Familie im Laurenzenbad. Als franziskanische Schwesterngemeinschaft folgen sie der Regel der heiligen Clara von Assisi. Sie führen ein Gästehaus für Lang- und Kurzzeitgäste. Im Klosterladen verkaufen die Schwestern religiöses Kunsthandwerk, darunter Ikonen, Rosenkränze und Kreuze. Mit Erfolg betreiben sie eine Zwergrauhaar-Dackelzucht.
Die Schwestern leben und arbeiten in einem unscheinbaren Nebenhaus. Im Hauptgebäude, dem eigentlichen Laurenzenbad, befinden sich Gästezimmer, Café, Ausstellungsraum und im Gewölbe ist eine Bierbrauerei eingemietet. Zu den Gebäuden gehört auch etwas Umland, das die Schwestern bewirtschaften.
Das Laurenzenbad.
Geschichte
Der Ort Erlinsbach hatte schon im Mittelalter Verbindungen zu einer franziskanischen Frauengemeinschaft: 1349 übernahmen die Klarissen des Klosters Königsfelden hier einen Gutshof vom Kloster Einsiedeln. Ein klösterliches Leben gab es in Erlinsbach vor 2011 aber nicht.
Im Tal des Laurenzenbads ist spätestens seit dem 15. Jahrhundert eine Heilquelle bekannt, zu der eine dem heiligen Laurentius gewidmete Kapelle gehörte. Die Quelle wurde als Heilbad genutzt. Zwischen 1839 und 1841 wurde ein Kur- und Badehaus errichtet. Nach dem Niedergang des Kurbetriebs zu Beginn des 20. Jahrhunderts dienten die Gebäude bis 2011 als Kranken- und Pflegeheim. Es trug anfänglich den Namen «Friedheim», bevor es 1969 wieder in «Laurenzenbad» umbenannt wurde.
Die Gemeinschaft der Clara-Schwestern wurde 1992 von zwei vormaligen Kapuzinerinnen gegründet. Nach Jahren des Suchens, in denen sie unter anderem in Werthenstein LU und Sulgen TG lebten, fanden die Schwestern ihre Heimat in Laurenzenbad, wo sie 2011 das vorherige Krankenheim kauften.
Architektur und Anlage
Die Anlage des Laurenzenbads entspricht nicht der klassischen Vorstellung einer Klosteranlage, was mit der Vornutzung der Gebäude zusammenhängt. Die Clara-Schwestern haben 2011 zwei Gebäude übernommen: Zum einen ein unscheinbares Wohnhaus, das zuvor als Wohnhaus für die Heimmitarbeiterinnen und Heimmitarbeiter diente und in dem heute die Schwestern leben (Klausurbereich). Zum anderen das Hauptgebäude, das zwischen 1839 und 1841 als Kur- und Badehaus erbaut und 1907 zu einem Kranken- und Pflegeheim umgebaut wurde. In einem Nebentrakt des Hauptgebäudes haben die Schwestern eine Kapelle eingerichtet.
