Dominikanerinnen und Dominikaner
Merkmale
Dominikaner tragen ein weisses Ordensgewand (Habit) mit weisser Kapuze und schwarzem Gürtel. Statt einer Kapuze gehört zum Gewand der Dominikanerinnen ein schwarzer Schleier. Gelegentlich kommt zum Ordensgewand noch ein schwarzer Mantel dazu.
Der Dominikanerorden zählt zu den grossen Bettelorden des Mittelalters. Dominikanerinnen und Dominikaner sind einem Leben in Armut verpflichtet. Ihren Lebensunterhalt bestreiten sie durch Arbeit oder durch den Empfang von Schenkungen. Allerdings hat sich im Laufe der Geschichte die Verpflichtung auf die Armut verwässert und heute können Dominikanerklöster auch über Eigentum verfügen.
Der Orden wird auch als Predigerorden bezeichnet, was auf den Kernauftrag der Dominikaner hinweist, auf das Predigen. Daneben wird besonderen Wert auf das Studium gelegt. Die Klöster des Ordens wurden meist in Städten gegründet, wo sie nahe zur Bevölkerung sowie zu Schulen und Universitäten sind.
Geschichte
Die Gründung des Dominikanerordens erfolgte im frühen 13. Jahrhundert in Spanien. Gründer und Namensgeber war der heilige Dominikus (um 1170–1221). Zur Grundlage des Ordenslebens wurde die Augustinusregel, die mit eigenen Verfassungsbestimmungen (Konstitutionen) ergänzt wurde. Zu Beginn lebten die Dominikaner ein Leben als Wanderprediger in Armut. Dennoch wurden rasch zahlreiche Klöster in ganz Europa gegründet. Eine unrühmliche Rolle spielten die Dominikaner bei der Verfolgung von Andersgläubigen (Inquisition), wozu sie schon bald nach der Gründung vom Papst beauftragt wurden.
Die ersten Dominikanerklöster in der Schweiz wurden um 1230 in den Städten Basel und Zürich gegründet. Im heutigen Kanton Aargau gab es eine Klostergründung in Zofingen (1286), die jedoch nur knapp zwei Jahrzehnte überlebte. Länger existierte in Aarau ein Dominikanerinnenkloster, das auf ein 1270 gegründetes Beginenhaus zurückgeht (Aufhebung 1528).